Rund 300 Schüler:innen nahmen am Schulprojekt der EAK in Kooperation mit der MA48 teil und wurden zu Botschafter:innen in Sachen Kreislaufwirtschaft.
Die Entstehung und Idee hinter den großen Schulprojekten der EAK
Die EAK hat schon im Jahr 2014 mit sehr engagierten Abfallberater:innen den Elektroaltgeräte- und Batterie-Schulkoffer entwickelt, der vom Bildungsministerium als Lehrmittel offiziell empfohlen wurde. Da lag es nahe, den Schulkoffer möglichst gezielt bei Schulprojekttagen einzusetzen und Frau Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle, hat in einem Gespräch mit ehemaligen Schülerin des Bildungszentrums Kenyongasse, Frau Christina Schlosser, die Idee ein großes Schulprojekt im 7. Bezirk zu organisieren. Der Kontakt war schnell hergestellt zu Frau Manuela Wustinger und alle Verantwortlichen der Schule konnten rasch überzeugt werden, dass ein Umweltschulprojekt eine tolle Sache wäre. 2018 fand die erste Schulprojekt-Woche im gesamten Bildungszentrum Kenyongasse als Pilotprojekt für alle weiteren großen Schulprojekte in enger Zusammenarbeit mit der MA48 statt.
Die Teilnahme aller Schultypen mit insgesamt 1.900 Schüler:innen in mehr als 30 Klassen stellte eine große organisatorische Herausforderung dar. Für alle Klassen hielten Abfallberater:innen der MA48 Schul-Workshops mit dem Schulkoffer ab und koordinierten die Sammlung der Elektroaltgeräte und Batterien auf dem Hof der Schule. Insgesamt wurden damals 5.700 Stück EAG gesammelt, fast der gesamte Schulhof war am Sammeltag vollgestellt mit ausgedienten Elektrogeräten, der Abtransport war schwierig.
Aber die Schüler:innen und die Schule waren begeistert, es wurden weitere Projekte geplant, allerdings nicht mehr in dieser riesigen Dimension.
Nach 8 Jahren wieder im Bildungszentrum Kenyongasse zu Besuch
Diesmal konnten die Schüler:innen von je 6 Klassen der Volks- beziehungsweise Mittelschule zu Umweltexpert:innen werden. 145 Volksschüler:innen und 136 Mittelschüler:innen waren sehr interessiert an den einstündigen Schulkoffer-Workshops, stellten viele Fragen und lernten sehr viel über Rohstoffe, deren Vorkommen und Abbau, die Wichtigkeit der Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung, ReUse und Recycling.
Ein Sammelwettbewerb wurde wieder geplant und diesmal konnten alle teilnehmenden Klassen bei Exkursionen zum Mistplatz Heiligenstadt ihre gesammelten alten Elektrokleingeräte mit einer maximalen Seitenlänge von 35 cm selbst fachgerecht entsorgen und erhielten zusätzlich eine Führung am Mistplatz, um auch auf die anderen Abfall-Fraktionen aufmerksam zu werden.
Insgesamt wurden stolze 1021 Stück Elektroaltgeräte mit einem Gesamtgewicht von 262,2 kg und 21,2 kg Batterien gesammelt. Durchschnittlich 3,79 Altgeräte wurden pro Kopf in der Volksschule und 3,47 Geräte pro Kopf in den Mittelschulklassen gesammelt.
Abschlussveranstaltung und Preisverleihung
An der Abschlussveranstaltung am 15. April 2026 nahmen diesmal wieder einige Ehrengäste teil. Der Geschäftsführer des Bildungszentrums Kenyongasse eröffnete die Veranstaltung. Er betonte, dass Umweltschutz eines der Leitbilder der Kenyongasse ist und die Schule sehr stolz darauf ist, fast 300 Schüler:innen wieder so ein interessantes Schulprojekt zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit geboten werden konnte. Roland Ferth, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaftsplanung, Abfallbehandlung und Altlastensanierung im Umweltministerium, verwies auf die wichtige Rolle der Kinder und Jugendlichen als „Umweltbotschafter:innen“, die ihr erworbenes Fachwissen über Ressourcenschonung und umweltfreundliches Verhalten an ihre Familien und Freund:innen weitertragen und hob hervor, wie wichtig es ist, dass die Schüler:innen erfahren, wo sich der nächste Mistplatz befindet, lernen, wie getrennte Sammlung funktioniert und die Wichtigkeit der Abfallvermeidung, aber vor allem auch der richtigen Entsorgung verinnerlichen. „Als dicht verbauter innerstädtischer Bezirk verfügt Neubau über keinen eigenen Mistplatz. Umso wichtiger ist es uns, Umweltbildung dort zu stärken, wo sie am meisten bewirken kann – im Alltag und in unseren Schulen. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Schüler:innen im Bildungszentrum Kenyongasse beim Projekt „Lässig sammeln statt uncool wegwerfen“ mitgemacht haben. Sie zeigen, wie selbstverständlich ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sein kann und tragen dieses Wissen in ihr direktes Umfeld weiter.“, sagte Isabelle Uhl, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin von Wien Neubau. Frau Christina Schlosser, Bezirksobfrau der ÖVP Wien, fühlte sich geehrt, auch an der Abschlussveranstaltung des Umweltschulprojekts teilnehmen und die Begeisterung der Schüler:innen miterleben zu dürfen. Ingrid Pirgmayer, Leiterin der Abfallberatung und des Callcenters der 48er, bekräftigte die große Bedeutung der richtigen Entsorgung von Elektroaltgeräten: „Unser Ziel ist es, die Abfall- und Kreislaufwirtschaft in den nächsten Jahren weiter voranzutreiben. Klimaschutz und Ressourcenschonung gehen Hand in Hand. Daher ist wichtig, das Bewusstsein für Mülltrennung schon im Schulalter zu schärfen.“ Frau Giehser unterstrich, dass jedes Elektrogerät und jede Batterie einerseits Wertstoffe enthält, die recycelt werden, aber auch Schadstoffe, die im Restmüll großen Schaden für Mensch und Umwelt anrichten können und, dass es umso wichtiger ist, dass Elektroaltgeräte und alte Batterien auf den Mistplätzen zur fach- und umweltgerechten Entsorgung und Verwertung abgegeben werden.
Ein Presseteam der MS präsentierte ein tolles Video, das mithilfe einer Lehrkraft gedreht und geschnitten wurde.
Von der VS wurden zwei Plakate in Gruppenarbeit erstellt und von vier Schüler:innen kurz vorgestellt.
Die 3 fleißigsten Klassen der Volks- und auch der Mittelschule wurden beim Sammelwettbewerb ermittelt und von der EAK mit einem Preisgeld für die Klassenkasse belohnt.
Als Sieger der VS gingen folgende Klassen hervor:
2c mit stolzen 5,67 EAG/Kopf
4b mit 5,04 EAG/Kopf
2b mit 4,86 EAG/Kopf
Die Sieger der MS waren folgende Klassen:
1a mit beeindruckenden 6,45 EAG/Kopf
1c mit 5,3 EAG/Kopf
1b mit 3,14 EAG/Kopf
Frau Giehser gratulierte den Schüler:innen und der gesamten Schule zum erfolgreichen Projekt und bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit.
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